Rädertiere

Wed 2014-03-12

Mit meinem frisch digital aufgerüsteten Mikroskop lässt sich natürlich wunderbar das Leben im Wasser beobachten. Besonders interessant sind hier die Einzeller und kleinen Vielzeller.

In einer Probe aus einem überfluteten Blumenkübel aus dem Garten fand sich dann auch ein recht riesiges Rädertierchen.

Erstaunlich, was für eine Strömung diese mehrzelligen Lebewesen erzeugen können! »Wirf den Laubsauger an!«

Beachte die links sichtbaren »Strudel«.

Ein strudelndes Rädertier

Die Wasserströmung wird vom Räderorgan erzeugt, welches sich am Kopf des Rädertiers befindet. Es besteht aus mehreren, synchron schlagenden Wimpernkränzen. Mit ihrer Hilfe strudelt das Rädertier Nahrungsteilchen ein, sie können aber auch zur Fortbewegung dienen.

Hinter den beiden Räderorganen befindet sich das Gehirn mit den Augen.

Am Beginn des Rumpfs ist der Pharynx zu erkennen, er kontrahiert rhythmisch und dient der Nahrungszerkleinerung.

Den größten Teil des Rumpfs nimmt der Magen ein, der hier mit dunklem Material angefüll ist.

An den Rumpf schließt sich der Fuß an, der mit Klebedrüsen ausgestattet eine Anheftung am Untergrund ermöglicht.

Ein Rädertier kann sich fortbewegen, indem es sich (ähnlich wie ein Egel) spannerartig abwechselnd mit Kopf bzw. Fuß an einer Unterlage festheftet.

Hier ist zu sehen, wie ein Rädertier, vermutlich vom hellen Licht des Mikroskops geärgert, unter dem Deckglas entlang zu flüchten versucht.

Ein Rädertier kriecht unter dem Deckglas entlang

Weiterführende Informationen und eine gute Skizze zur Anatomie des Rädertiers findet sich auf http://lanwebs.lander.edu/faculty/rsfox/invertebrates/bdelloidea.html

Tags:

This text by Ludger Sandig is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License.